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| Geschichte der Propsteigemeinde Meppen
Allgemeine Angaben:
Propsteigemeinde mit 6250 Katholiken.
Zur Pfarrei gehören Meppen-Altstadt sowie die südlichen Stadtbezirke von Meppen;
Kirchwege bis 5 km
Geschichte:
Etwa gleichzeitig mit Osnabrück wurde um 780 die Missionsstation Meppen gegründet,
ihr Bereich umfaßte das Emsgebiet zwischen der späteren Grafschaft
Lingen und Ostfriesland, den Hümmling und das niederländische
Westerwolde.
Die hl. Margaretha als Conpatronin der Kirche deutet auf eine
Gründung von Utrecht hin; von diesem Missionszentrum aus verbreiteten
angelsächsische Missionare seit dem 7 Jh. die Verehrung der hl. Margaretha
und Conpatrone waren üblicherweise die älteren Patrone einer
Kirche.
Daneben wird auch wegen der Herkunft der ersten Missionare aus
dem Zentrum des fränkischen Reiches und wegen des zahlreichen Königsgutes
an Ems und Hase eine Gründung Meppens durch das fränkische Kloster
St. Denis für denkbar gehalten.
Eine Kirche in Meppen wurde spätestens 802 errichtet.
834 schenkte Kaiser Ludwig der Fromme Meppen "Meppia" mit
seinem gesamten Missionsgebiet dem Kloster Corvey. Damit wurde das Corveyer
Patronat über Meppen begründet, das bis 1803 dauerte.
Von 1805 bis 1980 lag - seit langem nur noch formaljuristisch - das Patronat beim
Herzog von Arenberg. Corvey stellte als Rechtsnachfolger der bisherigen
Missionsstation den Propst in Meppen, der als Vertreter der Abtei für
die Seelsorge und die Verwaltung des Besitzes zuständig war. Die Bezeichnung
Propstei für die Meppener Pfarrei St. Vitus hat sich bis heute erhalten.
Die umliegenden Pfarreien, die unter dem Patronat von Corvey standen, wurden
auf Vorschlag des Propstes besetzt. Corvey hatte das Patronat über
Aschendorf, Bokeloh, Haselünne, Haren, Lathen, Meppen, Onstwedde,
Rhede, Selingen, Sögel, Vlachtwedde, Vriescheloo, Wedde, Werlte.
Der Corveyer Schutzheilige Vitus wurde
als Hauptpatron der Meppener Kirche übernommen.
Der entscheidende Schritt zur Stadtwerdung Meppens war das 1360 vom Bischof von Münster verliehene Befestigungsrecht.
Seit 1374 war Meppen Sitz des münsterschen Drosten des Emslandes,
das später Amt Meppen genannt wurde.
Meppen schloß sich wie das übrige
Niederstift 1543 der lutherischen Lehre an.
Die Rekatholisierung des Emslandes durch die Jesuiten ab 1613 ging von Meppen aus; die Stadt selbst war 1616
wieder katholisch. 1642/1652 gründeten die Jesuiten ein Gymnasium.
Abpfarrungen:
Vor 1365: Hesepe
Vor 1824: Rühlertwist (Twist St. Georg)
1. 11. 1907: Fullen
1. 7.1910: Geeste
1. 1. 1922: Schöninghsdorf
1. 4.1951: Wekenborg, Vogelpohl und Meppenerfeld nach Bokeloh
1. 4.1952: Hemsen
1. 4. 1953: Meppen-Esterfeld "Maria zum Frieden" und Meppen-Neustadt "St. Paulus"
1. 7.1957: Teglingen; 1. 4. 1964 Rühle und Rühlermoor
1. 3. 1967: Varloh-Schleuse und Osterbrock
1. 5. 1985: Schwefingen-Varloh.
Pfarrarchiv:
Taufbuch ab 1648
Trauungsbuch ab 1701
Sterbebuch ab 1648 (Lücken 1665-1679 und 1693-1700)
Firmbuch ab 1797 (Lücke 1877-1891)
(Aus dem Handbuch für das Bistum Osnabrück,
Osnabrück 1991) |
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